635. Bautzener Wenzelsmarkt – 30. November bis 23. Dezember 2018

Vom 30. November bis 23. Dezember 2018 wird der 635. Bautzener Wenzelsmarkt, umrahmt von der romantischen Bautzener Altstadtkulisse, mit umfangreichem Kulturprogramm wieder mehr als 100.000 Gäste aus nah und fern nach Bautzen locken.

Der Bautzener Wenzelsmarkt ist der wahrscheinlich älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Er trägt den Namen des böhmischen Königs Wenzel IV., der Bautzen bereits im Jahr 1384 ein Marktrecht verlieh.

Inmitten der romantischen Bautzener Altstadt vom Hauptmarkt beginnend entlang der Reichenstraße, umrahmt von prächtigen barocken Häusern, bis hin zum Kornmarkt öffnet der Wenzelsmarkt drei Wochen lang in der Adventszeit.

Geschmückte Stände und der erleuchtete Tannenbaum sorgen für weihnachtliches Flair. Freuen Sie sich auf vielfältige kulinarische Genüsse und Düfte, Weihnachtsschmuck, Handwerkskunst, Textilien und Spielwaren.
Weihnachtliche Musik sowie Puppenspiel und Märchenstunde erfreuen ganze Familien und täglich öffnet der Weihnachtsmann mit den Kindern den Adventskalender. Der Einkauf in den weihnachtlich geschmückten Geschäften rund um den Wenzelsmarkt ist ein besonderes Erlebnis. Zahlreiche Geschäfte, kleine Läden und Boutiquen in historischen Gewölben sowie moderne Einkaufszentren freuen sich auf Ihren Besuch.

Nutzen Sie auch unseren zwei verkaufsoffenen Sonntage im Advent!

Feste Termine

Für die Großen sorgt jeden Freitag ab 19.00 Uhr der „Hüttenzauber unterm Reichenturm“ für Skiurlaubsstimmung und gute Laune mit originalem Hüttenjagertee und Après-Ski Musik mit den DJ’s Matzi und Dani.

Für die großen Besucher flimmert traditionell jeden Donnerstagabend ab 19.30 Uhr die beliebte „Feuerzangenbowle“ auf dem Hauptmarkt.

Verkaufsoffene Sonntage

Die Bautzener Einzelhändler laden am 2. und 16. Dezember 2018 zum Sonntagsshopping ein. Die Geschäfte haben jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und erwarten Sie mit vielen Angeboten jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr.

Parken

Parkmöglichkeiten finden Sie in unmittelbarer Nähe der Altstadt, nutzen Sie unser Parkleitsystem!

Das Markttreiben

Das Marktgeschehen finden Sie traditionell auf dem Hauptmarkt, der Reichenstraße und auf dem Kornmarkt bis zum Museumsvorplatz. Der Grünmarkt mit Weihnachtsbaumverkauf findet vor Weihnachten an den üblichen Tagen auf dem Fleischmarkt statt.

Speisen und Getränke

  • Spezialitäten & Klassisches von Grill & aus Pfanne
  • original ungarische Gerichte, Obstbrände, Weine
  • Champignonpfanne
  • Knoblauchbaguettes & Lángos in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Rauchwurst, frisch aus dem Räucherofen
  • Quarkgebäck, Crêpes, Donuts, gefüllte Teigwaren, frische Waffeln, gebrannte Nüsse & Mandeln, Popcorn, Fruchtgummi & noch viel mehr für Naschkatzen
  • Arktischer Honig aus Finnland
  • Leckereien rund um den Honig & Met
  • im „Hexenhäusl“ gibt es u.a. Käsesuppe & Soljanka
  • Wurst-, Salami- und Schinkenspezialitäten
  • Marzipan & Konditoreierzeugnisse
  • Pfefferkuchen aus Pulsnitz
  • Weihnachtsgebäck, Pfefferkuchenhäuser, Stollen & Weihnachtssüßigkeiten
  • Glühbier sowie Glühwein aus aller Welt & für jeden Geschmack
  • Glühwein von Schloss Wackerbarth „Wackerbarths Weiß und Heiß“ sowie Präsente & Flaschengärsekte
  • Weihnachtsbowle, „Heißer Seehundpunsch“, Kaffee, Grog, Tee, Feuerzangenbowle
  • leckere alkoholfreie Punsch- & Kakaogetränke für unsere Kleinen & die Motorisierten
  • Indische Teigtaschen & Winzerglühwein von Pro Museo – Förderverein des Museums Bautzen e.V.

Handwerk und Handel

  • erzgebirgische Weihnachtskunst von der Pyramide bis zum Räuchermann
  • handgefertigte Schwibbögen
  • thüringischer Glas-Weihnachtsbaumschmuck
  • original Herrnhuter Sterne, Maisstrohsterne
  • Töpferwaren & Bunzlauer Keramik
  • handgefertigte Hausschuhe & Pantoffeln
  • Wärmendes aus Schafwolle
  • Schaffelle & andere kuschelige Produkte
  • Kräuter, Tee, Gewürze
  • Adventsdekoration aus Naturmaterialien
  • handgewebte Textilien, Plauener Spitze
  • großes Kerzensortiment, z.B. Lotos- & Pyramidenkerzen
  • kleine & große Dinge rund ums Holz, Spielzeug, Hörnerschlitten, Fußbänke & Schneidbretter
  • Windlichter & Fensterbilder aus Glas
  • gemischte Waren (Schmuck, Textilien, Puppen, Bilder, Hüte, Mützen, Socken etc.)
  • Haushaltwaren vom Stollenbrett bis zum Nußknacker
  • Winterbekleidung für Kinder & Erwachsene
  • Lederwaren & Korbwaren
  • indianische, asiatische, afrikanische & südamerikanische Schnitz- & Schmuckwaren
  • Spezialschneidwaren aller Art für den Haushalt
  • Mailänder Mode- & Designerschmuck, orientalische Tisch- & Hängeleuchten
  • geschnitzte Figuren & Metalldeko wie Laternenfische & -Elefanten
  • Gestecke & Weihnachtsbaumverkauf am Reichenturm

Wintergarten am Reichenturm

  • verschiedene Glühweine
  • „Schlemmerhütte“ mit Kartoffelecken, Quarkbällchen, Brat- & Currywurst
  • Österreichische Spezialitätenhütte mit warmen Leberkäsesemmeln sowie Feinkostspezialitäten aus der Genußregion Burgenland wie Schinken und Lardo (Speck) vom Mangalitza-Wollschwein, Spirituosen aus Salzburg, Glühweinbrot, „Heißer Ösi“ und Almdudler für Kinder
  • ein Imbiss u.a. mit Käse-Lauch-Suppe, Rinderbratwurst, Schaschlyk und hausgemachtem Eierpunsch
  • An den Wochenenden gibt es zudem Waren aus Alpakawolle vom „Alpakahof am Czorneboh“.

Angebote für Kinder

Puppenspiel und Märchenstunde – genaue Termine siehe Programm

Kornmarkt
Für die Kleinen dreht sich das beliebte Karussell „Fantasy Ride“ und vorm Museum die Kinderfahrschleife „Golden Gate“, während an der Losbude jeder sein Glück versuchen kann.
An den Wochenenden gibt es einen Streichelzoo mit Alpakas.

Hauptmarkt
Die kleinen Besucher können den Streichelzoo mit Eseln und Ziegen von »Asinarius«, dem tierischen Mittelalter, bestaunen und auf dem Karussell von „GZSZ“ freudig ihre Runden drehen.

Täglich ab dem 1.Dezember öffnet der Weihnachtsmann gemeinsam mit neugierigen Kindern ein Fenster vom Adventskalender.

Kinder können ihre Wunschzettel unter Angabe des Namens und der vollständigen Anschrift bis zum 13. Dezember 2016 in den Briefkasten am Weihnachtsbaum einwerfen.
Himmelpfort ist die größte Weihnachtspostfiliale Deutschlands. Der Weihnachtsmann zieht traditionell im November nach Himmelpfort und nimmt in der Weihnachtspostfiliale der Deutschen Post mit seinen fleißigen Helferinnen seine Arbeit auf. 2013 erreichten rund 294000 Briefe aus aller Welt den Weihnachtsmann in Brandenburg. Nicht nur Kinder aus Deutschland schreiben nach Himmelpfort, auch circa 17500 Kinder aus dem Ausland schicken Wunschzettel und Grüße oder schildern ihre Sorgen. Der Weihnachtsmann beantwortet jeden Brief einzeln. Damit jedes Kind die Antwort vor dem Fest erhält, unterstützen 20 Engel den Weihnachtsmann.

Malwettbewerb

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Stadtverwaltung Bautzen zum Wenzelsmarkt einen Malwettbewerb für Kinder.
Das Thema lautet „Was wünsche ich mir für Bautzen?“.

Die Bilder müssen unter Angabe des Alters, des Namens und der Anschrift bis zum 7. Dezember 2018 im Kulturbüro der Stadtverwaltung Bautzen, Fleischmarkt 1, eingegangen sein.

Von dort werden sie an den Weihnachtsmann weitergeleitet. Und der überreicht dann am 10. Dezember 2018 um 15.30 Uhr im Rathaus die schönen Preise an die besten Zeichner.

Zu Geschichte und Namen des Bautzener Wenzelsmarktes

Bautzen – der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands

Wie verschiedene Chroniken berichten, verlieh König Wenzel IV. im Jahr 1384 der Stadt Budissin das Recht zur Abhaltung eines freien Fleischmarktes. Vom St. Michaelistag an war es sonnabends jedem Fleischer erlaubt, sein Fleisch öffentlich auf dem Markt zu verkaufen. Das Recht dieses Fleischverkaufes hatten die Fleischer bis Weihnachten.

Im Jahr 1402 wurden alle bisherigen Märkte der Stadt durch ein Gebot von König Wenzel IV. unter besonderen Schutz gestellt und weitere Märkte verboten. Diese Verordnung wurde 1505 durch König Wladislaus mit einer Urkunde bestätigt und damit auch der freie Fleischmarkt, wie er in Budissin „seit alters über hundert Jahre lang und weit über Menschen Gedenken gehalten“ wurde. Auch dies spricht für das Jahr 1384.

König Wenzel IV. (1361–1419)

Er ist in der Vergangenheit oft als fauler, trinkfreudiger und herrschsüchtiger Tyrann dargestellt worden.

Nach aktuellen Ekenntnissen muss das Bild des Wirkens von König Wenzel IV. für Bautzen jedoch deutlich korrigiert werden. Wie sein Vater engagierte sich Wenzel IV. stärker als seine Nachfolger in der Oberlausitz, beide reisten mehrfach in die Region. Wenzel soll als Prinz sogar einige Zeit auf der Ortenburg gelebt haben. Unter seinem Schutz und seiner Gunst blühte Bautzen immer mehr auf. Wenzel verlieh der Stadt den ersten Jahrmarkt, die Verwaltung wurde unter dem böhmischen Herrscher modernisiert und transparenter gestaltet. Der Monarch stützte seine Macht stärker als seine Vorgänger auf den niederen Adel und die Bürger der Städte.

Nach längeren Handwerkerunruhen verlieh Wenzel IV. Bautzen 1391 eine neue Ratsordnung, nach der auch die Handwerker im Rat vertreten waren. Ein nach dem neuen Recht gewählter Rat wurde 1405 jedoch durch einen von den Tuchmachern geführten Aufstand abgesetzt. Nachdem auch in Görlitz ein ähnlicher Aufstand mit der Enthauptung der Anführer endete, stellte auch König Wenzel IV. in Bautzen 1408 auf diese in seiner Zeit üblichen Weise Recht und Ordnung wieder her.

König Wenzel IV., so das Fazit aktueller Recherchen, hat viel für Bautzen getan. Den Weihnachtsmarkt nach ihm zu benennen, ist angemessen.