Vom 29. November bis 22. Dezember 2019 wird der 636. Bautzener Wenzelsmarkt, umrahmt von der romantischen Bautzener Altstadtkulisse, mit umfangreichem Kulturprogramm wieder mehr als 100.000 Gäste aus nah und fern nach Bautzen locken.

Der Bautzener Wenzelsmarkt ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Er trägt den Namen des böhmischen Königs Wenzel IV., der Bautzen bereits im Jahr 1384 ein Marktrecht verlieh.

Inmitten der romantischen Bautzener Altstadt vom Hauptmarkt beginnend entlang der Reichenstraße, umrahmt von prächtigen barocken Häusern, bis hin zum Kornmarkt öffnet der Wenzelsmarkt drei Wochen lang in der Adventszeit.

Geschmückte Stände und der erleuchtete Tannenbaum sorgen für weihnachtliches Flair. Freuen Sie sich auf vielfältige kulinarische Genüsse und Düfte, Weihnachtsschmuck, Handwerkskunst, Textilien und Spielwaren.

Weihnachtliche Musik sowie Puppenspiel und Märchenstunde erfreuen ganze Familien und täglich öffnet der Weihnachtsmann mit den Kindern den Adventskalender. Der Einkauf in den weihnachtlich geschmückten Geschäften rund um den Wenzelsmarkt ist ein besonderes Erlebnis. Zahlreiche Geschäfte, kleine Läden und Boutiquen in historischen Gewölben sowie moderne Einkaufszentren freuen sich auf Ihren Besuch.

Nutzen Sie auch unsere zwei verkaufsoffenen Sonntage im Advent!

Historischer Weihnachtsmarkt zu Bautzen
6. bis 8. Dezember 2019

Allerley Spectaculum, Speysen & Traenke

Freitag 18. bis 22. Stunde
Sonnabend 14. bis 22. Stunde
Sonntag 14. bis 20. Stunde

Der historische Weihnachtsmarkt erwartet in diesem Jahr die Gäste vom 6. bis 8. Dezember in den historischen Gemäuern der Mönchskirchruine in der Großen Brüdergasse. In den Höfen und Gemäuern der Ruine erwartet die Besucher ab dem Nachmittag Speis und Trank, Historisches Handwerk und Lagerleben, Geschichten, Gaukelei und buntes Markttreiben, Schaukämpfe, Tanz, Zauberei und Musik sowie zum Abend Feuerzauber.

Der Markt findet auch bei schlechtem Wetter statt!

Obolus für Erwachsene 2,- neumodische Taler und für das Jungvolk unter vier Schuh = 1,10 m wird der Obolus erlassen.

Welchen Leckerbissen mag König Wenzel am liebsten?

Beim Gedanken an eine Bratwurst, gebrannte Mandeln oder Pfefferkuchen läuft vielen das Wasser im Mund zusammen. Deshalb gehören diese Leckereien zu den Klassikern auf jedem Weihnachtsmarkt. Der Bautzener Wenzelsmarkt ist aber nicht irgendein Weihnachtsmarkt – er ist der älteste Deutschlands, hier verteilt auch das Bescherkind kleine Geschenke und es gibt Aprés-Ski-Partys. Wer den Wenzelsmarkt besucht, schätzt also das Besondere. Deshalb dürfen sich hier auch kleine und große Gourmets auf ausgefallene Köstlichkeiten freuen.

2017 hatten viele Gastronomen erstmalig eigene Gerichte kreiert, die es nur in Bautzen zu kaufen gab. Anhand einer Plakette konnte jeder Gast den Standort der ausgefallenen Speise erkennen. Weihnachtsbratwurst „Bratapfel-Zimt“, Lángos mit Wenzel-Senfsauerrahm?! Nach anfänglicher Skepsis waren sich die Besucher einig: Das hätte auch König Wenzel geschmeckt! Außerdem hat eine anonyme Jury „Wenzels Lieblings-Leckerbissen“ gekürt. Die kreativen Köpfe von Szuppi Ungarischer Lángos durften sich mit ihrem Baumstriezel mit Glühwein-Geschmack über die Auszeichnung freuen. Der Crêpes mit Oberlausitzer Leinöl, Frischkäse, Salz und Pfeffer wurde 2018 als  „Wenzels Lieblings-Leckerbissen“ gekürt. 

Zu Geschichte und Namen des Bautzener Wenzelsmarktes

Bautzen – der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands

Wie verschiedene Chroniken berichten, verlieh König Wenzel IV. im Jahr 1384 der Stadt Budissin das Recht zur Abhaltung eines freien Fleischmarktes. Vom St. Michaelistag an war es sonnabends jedem Fleischer erlaubt, sein Fleisch öffentlich auf dem Markt zu verkaufen. Das Recht dieses Fleischverkaufes hatten die Fleischer bis Weihnachten.

Im Jahr 1402 wurden alle bisherigen Märkte der Stadt durch ein Gebot von König Wenzel IV. unter besonderen Schutz gestellt und weitere Märkte verboten. Diese Verordnung wurde 1505 durch König Wladislaus mit einer Urkunde bestätigt und damit auch der freie Fleischmarkt, wie er in Budissin „seit alters über hundert Jahre lang und weit über Menschen Gedenken gehalten“ wurde. Auch dies spricht für das Jahr 1384.

König Wenzel IV. (1361–1419)

Wie sein Vater engagierte sich Wenzel IV. stärker als seine Nachfolger in der Oberlausitz, beide reisten mehrfach in die Region. Wenzel soll als Prinz sogar einige Zeit auf der Ortenburg gelebt haben. Unter seinem Schutz und seiner Gunst blühte Bautzen immer mehr auf. Wenzel verlieh der Stadt den ersten Jahrmarkt, die Verwaltung wurde unter dem böhmischen Herrscher modernisiert und transparenter gestaltet. Der Monarch stützte seine Macht stärker als seine Vorgänger auf den niederen Adel und die Bürger der Städte.

Nach längeren Handwerkerunruhen verlieh Wenzel IV. Bautzen 1391 eine neue Ratsordnung, nach der auch die Handwerker im Rat vertreten waren. Ein nach dem neuen Recht gewählter Rat wurde 1405 jedoch durch einen von den Tuchmachern geführten Aufstand abgesetzt. Nachdem auch in Görlitz ein ähnlicher Aufstand mit der Enthauptung der Anführer endete, stellte auch König Wenzel IV. in Bautzen 1408 auf diese in seiner Zeit üblichen Weise Recht und Ordnung wieder her.